[20.08.2026]
Fred, der Beobachter 📸
Das was Fred mal wieder gesehen hat ist noch nicht mal mir selber aufgefallen. Jeder sieht ja, dass ich eine fast vollkommen schwarze Katze bin. Dass da in der Unterwolle auch rote Farbtöne verborgen sind, die je nach Lichteinfall sichtbar werden, hatte Fred ja schon vor längerer Zeit mal festgestellt.
Jetzt aber kommt eine ganz neue Erkenntnis. Bisher habe ich immer gemeint mein Schwanz wäre nur schwarz und dann das …
… das richtige Licht zeigt, mein schwarzer Schwanz ist tatsächlich getigert!
Also doch „mu-Tiger_Gene“. Aber Fred sagte auch gleich, auf die Paar müsse ich mr nichts einbilden. Die Wohnungstür bliebe zu.
Achtung! Das Foto ist nicht gut, aber Fred dokumentiert. Er „faked“ keine Bilder!!!
[17.08.2026]
Fernsehen bildet auch Katzen 😺
Kaum zu glauben, aber das ist wahr!
Gestern saßen Fred und ich vor dem Fernseher. Er in seinem Sessel und ich darunter.
Da liefen beim Sender RBB zwei sehr interessante Filme über meine Artgenossen in der Glotze.
Der erste Film ging um uns Wohnungskatzen, die auch Freigang haben. Damit aber leider nicht über mich. Trotzdem war es super interessant wie meine Artgenossen ihre Reviere außerhalb ihres Hauses beziehen, aufteile und sich auch gegenseitig abgrenzen. Alle Teilnehmer hatten ein GPS-Halsband getragen und das Ganze wurde wissenschaftlich ausgewertet
Der zweite Beitrag ging über eine Studie die nachweisen sollte ob wir Stubentiger ein Gefühl der Eifersucht entwickeln würden. Kurz gesagt, die Studie hat das nicht ergeben. Aber trotzdem, Gefühle haben wir mehr als genug, die zeigen wir auch und darüber lässt auch die Forschung gar keinen Zweifel.
In beiden Filmen kamen Tierverhaltensforscher und sogar eine Katzenpsychologin zu Wort.
Die wichtigste Erkenntnis:
Kommt eine kleine Katze nicht in ihren ersten 7 Lebenswochen mit Menschen in Kontakt, dann schlägt die Sozialisierung mit Menschen meistens fehl. Das bedeutet, sie wird scheu, schreckhaft und ängstlich. Es wird dann für sie verdammt schwer zu einem Menschen Vertrauen aufzubauen. Und wahrscheinlich ist genau das mir widerfahren. Laut meinen Papieren bin ich im April 2022 geboren. Wann ich in den Tierschutz kam ist nicht bekannt, doch am 02.01.2023 wurde ich gechipt. Und genau mein Verhalten lässt darauf schließen, dass ich eine lange Zeit meines frühen Lebens ziemlich wild verbracht habe.
Das ist es wohl auch, was mir jetzt den Freigang verwehrt. Fred hat Angst, dass ich mich draußen verängstigt zurückziehen würde, den Weg nach Hause nicht mehr finden würden und auch keinen anderen Menschen an mich ranlassen würde. Seine Angst ist wohl berechtigt.
Ob sich das einmal zurückbilden wird? Ich glaube, das tut es niemals, dass das vollständig behoben werden kann. Zu Fred habe ich jetzt das aller tiefste Vertrauen aufgebaut. Und Emotionen, die kann ich ganz feste zeigen. Da sollten die Tierverhaltensforscher gerne mal vorbeischauen.
Doch halt! Geht ja nicht.
Auch wenn ich heute, wenn es an Freds Tür klingelt, nicht mehr in aufgelöster Panik den Weg in meinen Bettkasten suche, begebe ich mich trotzdem zielstrebig und zügig dort hin und verweile dort bis im wahrsten Sinne des Wortes die Luft wieder rein ist.
[11.08.2026]
Ich liebe die Sonne am Morgen 🌞😻
Nachts macht Fred die Fenster zurzeit eigentlich immer auf. Aber Tagsüber wird alles verschlossen. Er sagt es wäre viel zu warm und er würde die Hitze gar nicht gut vertragen.
Die meiste Zeit ist er im Moment auch zu Hause bei mir und wenn er dann doch mal weg war und wieder zurück kommt führt ihn sein erster Weg immer in seinen Sessel und mich natürlich gleich auf seinen Schoß. So richtig verstehen kann ich es nicht, wenn er mich von dort manchmal wieder runter schiebt. Anscheinend aber geht es ihm dann wirklich nicht gut.
Tagsüber weht im Revier, zumindest im Gang, immer ein kühler Wind von oben. Im Gang halte ich mich nicht gerne auf, aber in den anderen Zimmern, da ist es total angenehm.
Trotzdem am Morgen, noch bevor die Hitze so richtig aufzieht, lässt Fred zumindest das Schlafzimmerfenster offen, denn ich liebe einfach die Morgensonne. Er lässt mich auf meiner Komfortfensterbank so lange liegen bis es auch mir zu warm wird. Erst dann schließt er das letzte Fenster. Damit kann ich durchaus leben.
Und wieder mal hat Fred was Neues gekauft. Diesmal die zwei netten Kumpels unten im Bild
Fred meinte nur, dass die nicht als Spielzeug gedacht wären. Nicht einmal für ihre eigentliche Zweckbestimmung als Türstopper, sondern nur dafür beschafft wurden um die Ecken zuzustellen damit ich nicht jedes Mal meinen Snackball dahin treibe wo Fred ihn mühsam wieder hervorfischen müsste.
Das hat mich aber trotzdem nicht gehindert mit den Beiden Freundschaft zu schließen 😽😺
[14.07.2026]
Fred, mein Technik-Freak! 😸
Fred sorgt mal wieder für richtig spannende Momente. Gestern Abend kam ein ziemlich großes Paket. Fred meinte, dass da mal wieder was für mich drin wäre. Er machte sich gleich dran alles auszupacken und ich war mächtig gespannt.
Man muss verstehen, dass meine Unart der Nahrungsaufnahme für Fred eine ziemlich aufwändige, logistische Leistung erfordert. Und darum hat er nach etwas gesucht, dass ihm das Leben erleichtern könnte
Er hat das Teil auf den Tisch gestellt und ganz Fred natürlich erstmal auseinandergeschraubt. Er meinte er würde da jetzt den kleineren „Feeder“ einbauen. Das hat mir natürlich nichts gesagt. Aber er hat mir dann auch erklärt, dass er nach diesem Automaten ziemlich lange suchen musste. Praktisch alle Automaten würden pro Portion 10 Gramm Trockenfutter servieren. Da es aber am Tag nur 20 Gramm gibt, hätte das bedeutet, dass ich nur noch zweimal am Tag Trockenfutter bekommen hätte und das ich dann, ganz nach meiner Art, auch im Eiltempo verdrückt hätte. Aber bei diesem Automaten war es möglich, ihn umzubauen und die Portionsmenge auf 5 Gramm zu reduzieren. Das macht dann der jetzt eingebaute „Feeder“. Das habe ich verstanden. Also es gibt weiterhin 4x am Tag Trockenfutter.
Fred wäre ja nicht Fred, wenn er die bereitgestellte Menge nicht wirklich gewogen hätte. Und tatsächlich es waren exakt 5 Gramm! Er war sichtlich zufrieden. Das Teil wurde programmiert und über eine ausgemusterte Powerbank an die Steckdose angeschlossen. Er meinte, wenn alles klappt kann sogar der Strom ausfallen und ich würde immer pünktlich mein Futter serviert bekommen
Dann startete er die Testphase. Fred ist ja echt technikverliebt, aber trauen tut er ihr anscheinend nicht. 😹
Erst stand der Automat auf einem Stuhl in der Küche. Natürlich bereits mit Futter bestückt, und meine Neugier war auch schon geweckt. Schnell hat Fred eingesehen, dass das so keinen Sinn machen würde, denn noch würde ja der alte Automat Futter bereitstellen und zwei Portionen je Mahlzeit das würde gar nicht gehen. Also wanderte das Teil auf den Küchentisch.
Fred setzte sich wieder vor seinen Fernseher. Es war dunkel. Mein Spielzeug konnte mich im Moment nicht mehr reizen. Es war auch still und wenn es still ist, dann weiß Fred, dass da was im Verzug ist. Er kam in die Küche und ertappte mich auf dem Küchentisch, wie ich gerade den neuen Automaten inspizierte.
Ich weiß, dass der Küchentisch für mich eine echte Verbotszone ist. Um so erstaunter war ich, dass er mich nicht lautstark verjagt hat, sondern lediglich aufforderte bitte den Tisch zu verlassen. Der Futterautomat ging zurück auf den Boden. Dort gab er um 22 Uhr zum ersten Mal Töne von sich. Ich hörte wie das Futter in die Schale rasselte. Nur dran kam ich nicht, denn Fred hatte was Schweres draufgestellt, das ich nicht wegbewegen konnte. Gott sei Dank aber war der alte Automat ja noch aktiv. Um zwei Uhr in der Nacht das gleiche Spiel.
Am Morgen war Fred sichtlich zufrieden. Er erklärte das Teil würde zuverlässig arbeiten und die Testphase wäre beendet. Er tauschte die Automaten aus, füllte den Neuen mit reichlich Futter auf und meinte, jetzt wäre die Sache mit dem Trockenfutter für ca. drei Monate geregelt. Um 10 Uhr vormittags, wurde ich dann zum ersten Mal durch den neuen Automaten bedient. Danach musste ich natürlich gleich schauen ob man nicht irgendwie auf unzulässige Weise an weiteres Futter herankommen könnte. Ich bin aber gescheitert was Fred wiederum mit einer gewissen Zufriedenheit quittierte.
Fred hat mir auch versprochen, dass er mir auch Zukunft mein Nassfutter ganz persönlich reichen würde. Das wäre wichtig für unsere gemeinsame Bindung. 😻
Na, da bin ich aber froh, dass ich ihn auch weiterhin dreimal am Tag mit aller Nachhaltigkeit anbetteln darf. 😺
Abschließend muss ich aber sagen, dass das wohl noch nicht das Ende sein wird. Fred hat da so die Idee, dass der Automat das Trockenfutter nicht in der Schale serviert, sondern regelmäßig mein Futterlabyrinth befüllt. Da müsste ich mich dann etwas mehr anstrengen und würde nicht alles nur in mich hineinschlingen. Diese Idee wären aber noch nicht umsetzungsfähig.
Ich bin gespannt.